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Fallbeispiele Tierhomöopathie
Vorbemerkung
Ich vermeide bewusst die Angabe des jeweiligen
homöopathischen Mittels, denn jeder Patient braucht
sein individuelles Mittel, welches nur durch eine gründliche
Anamnese ermittelt werden kann. Alle Fallbeschreibungen
sind Kurzfassungen.
Kater mit Blasensteinen (Struvit)
Der 6-jährige Kater litt akut an Blasenbeschwerden.
Die Symptome deuteten auf Blasenentzündung und Verstopfung
der Harnröhre durch Blasensteine hin. Er zeigte heftigste
Schmerzen, kroch am Boden entlang und machte Schmerzäusserungen.
Vergeblich versuchte er mehrmals Urin abzusetzen. Das
homöopathische Arzneimittel mit der Eigenschaft feststeckende
Steine zu lösen wirkte innert wenigen Minuten. Der Kater
beruhigte sich und liess sich auf dem Schoss der Besitzerin
streicheln. Ich bat die Besitzerin den Kater am nächsten
Tag tierärztlich untersuchen zu lassen. Der Ultraschall
bestätigte den Verdacht des Harngries. Die Besitzerin
entschloss sich die homöopathische Behandlung fortzusetzen
und lehnte das Antibiotikum, das Schmerzmittel und das
teure Diätfutter ab. Der Kater erhielt sein Konstitutionsmittel
und eine Ernährungsumstellung auf der Basis von Frischfleisch
und ist auch heute, vier Jahre später, noch absolut
beschwerdefrei.
Diabetes bei einem Kater
Ein 5-jähriger Kater hatte soeben die Diagnose Diabetes
erhalten. Die Tierklinik riet zu einer sofortigen Einstellung
des Blutzuckerspiegels mit Insulin. Die Besitzerin entschied
sich jedoch zuerst für die homöopathische Behandlung.
Sie erzählte, dass er schon seit längerer Zeit nicht
besonders gesund sei, er erbreche und kote seit Monaten
im Haus und sogar in die Schuhe bei der Garderobe. Sein
Gewicht habe in den letzten vier Monaten stetig abgenommen.
Der Kater bekam seitdem ein Spezial-Trocken-Diätfutter,
das er sehr gerne frisst, aber offenbar nicht verträgt.
Ich verordnete dem Kater homöopathische Tropfen, die
täglich einzunehmen waren, dazu eine strenge Diät, welche
die Besitzerin selber zubereiten musste.
Nach zwei Wochen bat ich die Besitzerin, den Blutwert
beim Tierarzt kontrollieren zu lassen. Der Blutzucker-Wert
lag nun im normalen Bereich. Der Kater habe sich auch
sonst sehr positiv verändert und bereits am Tag nach
der ersten Tropfengabe nicht mehr erbrochen und auch
nie mehr sein Geschäft im Haus erledigt. Des weiteren
habe er 400 g zugenommen und sein Fell sei auffallend
schön geworden. Bis heute geht er ihm sehr gut, er geniesst
das frische Futter und ist aktiver denn je.
Auch bei Diabetes-Katzen hat sich eine strenge Diät
aus frischen Zutaten absolut bewährt und wirkt sich
nachhaltig auf die gesamte Gesundheit aus.
Gebärmuttervereiterung (Pyometra) einer
9-jährigen Hündin
Die Hündin hatte bereits eine mit Antibiotika behandelte
Gebärmuttervereiterung hinter sich, als sie mir
in der Praxis vorgestellt wurde. Die Vereiterung lag
drei Wochen zurück und die Hündin war nun
seit 10 Tagen ohne Antibiotika. Trotz Antibiotikatherapie
zeigte sie immer noch auffallende Symptome; sie leckte
des öfteren ihr Hinterteil, auch sonderte sich
zeitweise noch ein weissliches Sekret aus der Vagina
ab. In diesem Zeitpunkt war es wichtig Geduld zu haben
und abzuwarten, bis sich mehr Symptome zeigen. In den
kommenden Tagen traten diese prompt auf: Die Absonderung
wurde stärker, gräulich-gelb, dick und roch
nach "Abgestandenem". Im Verhalten der Hündin zeigten
sich jedoch keine Veränderungen, deshalb wurde
nochmals zugewartet. Nach einigen weiteren Tagen wurde
die Absonderung stärker, vor allem morgens, roch
süsslich-säuerlich und war mit wenig Blut
vermischt. Dazu wurde die Hündin nervöser
und griff des öfteren ihre Artgenossen an. Jetzt
bekam sie das passende homöopathische Arzneimittel,
welches die Absonderung typischerweise nochmals verstärkte,
jedoch nur noch in einer weisslich-gelben Farbe, dazu
besserte sich ihr aggressives Verhalten sofort. Die
Absonderung verschwand vollständig innerhalb der
folgende Tage. Bis heute (drei Jahre später) bekam
die Hündin keine weiteren Gebärmutterentzündungen
mehr.
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Hautlecken bei einer Tigerkätzin
Die 12-jährige Kätzin leckte seit einem Jahr
ihr Fell am Bauch bis auf die Haut ab. Sie wurde beim
Tierarzt mit Verdacht auf Pilze mit einem speziellen
Shampoo behandelt, was jedoch keine Besserung brachte,
worauf Antibiotika verabreicht wurden. Auch diese Therapie
blieb erfolglos; die Hautstelle wurde immer grösser.
Bei der homöopathischen Anamnese stellte sich heraus,
dass die zweite Katze im Haushalt taub ist und seit
längerer Zeit laut herum schreit, was die Kätzin
sehr zu stören schien. Stress ist die häufigste
Ursache solcher Leckattacken. Die Kätzin zeigte
folgende Eigenschaften: Sehr ängstlich; ernstes
und grobes Spiel mit Krallen und Beissen; extrem verfressen;
meckert ständig herum; trägt Spielsachen herum,
als wären es ihre Babys und miaut dazu; extrem
saubere Katze; greift andere Katzen von hinten an; sonnt
sehr gerne und sitzt über der Heizung. Das erste
individuelle Mittel bewirkte im Zeitraum von zwei Monaten
eine anhängliche Verhaltensweise und vermehrtes
Jucken am Bauch. Ansonsten änderte sich am Lecken
nichts, jedoch wuchs das Fell wenig nach. Das zweite
homöopathische Mittel bewirkte dann eine erfolgreiche
Wende und liess das Fell langsam nachwachsen.
 
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Brechdurchfall eines 4 Monate alten Kätzchens
Das junge Kätzchen litt seit drei Wochen an heftigem
Brechdurchfall. Es wurde vom Tierarzt mit Antibiotika,
Entwurmungsmitteln, Schmerzmitteln, Durchfall stoppenden
Medikamenten und Infusionen behandelt, wobei sich der
Zustand zusehends verschlechterte. Da das Kätzchen
auf die schulmedizinische Therapie nicht ansprach und
noch eine Futterverweigerung dazu kam, riet der Tierarzt
zum Einschläfern. Die homöopathische Anamnese
zeigte ein völlig geschwächtes, miauendes,
apathisches Kätzchen mit schmerzhaft aufgetriebenem
Bauch und stinkendem Durchfall. Das passende homöopathische
Mittel und eine sofortige Futterumstellung bewirkten
eine schnelle Besserung. Bereits nach drei Tagen berichtete
mir die Besitzerin von ihrem herumspringenden und verspielten
Kätzchen.
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Wucherung auf der Nase
einer Golden Retriever Hündin
Die Hündin war bereits früher eine Patientin
in meiner Praxis; bei ihr wurde schon vor Jahren ein
persönliches Konstitutionsmittel erarbeitet. Nun
hatte sie eine Wucherung auf der Nase, die sehr schnell
gewachsen war. Die Besitzerin vermutete, dass sich die
Hündin beim Wühlen in einem Mausloch eventuell
„angesteckt” hatte. Auffallend veränderte
sich auch ihr Verhalten. Als die Besitzerin die Hündin
zurechtweisen musste, reagierte sie mit grossen Schuldgefühlen
und liess den Urin fliessen. Auch zeigte sie mehr Müdigkeit.
Ihre Nase liess sie sich gerne mit kalten Umschlägen
behandeln. Da mir das Konstitutionsmittel der Hündin
bereits bekannt war, dauerte die Behandlung nur kurz
und ihr persönliches homöopathisches Mittel
brachte eine rasche Besserung.
 
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Berner Sennenhündin in lebensbedrohlichem
Zustand
Kurz vor Weihnachten brachte mir ein Familienvater seine
6-jährige Berner Sennenhündin abends in die
Praxis. Er kam direkt aus dem Tierspital, wo die Hündin
mehrere Tage intensiv behandelt worden war und aufgrund
der ausweglosen Situation und dem Nichtansprechen der
Therapie eingeschläfert werden sollte. Die Hündin
war in einen sehr schlechten und abgemagerten Zustand.
Sie litt unter massivem Blutmangel, massiv erhöhten
weissen Blutkörperchen, fehlenden Blutplättchen,
extrem hohem Blutdruck (235/172 mmHg), Körperuntertemperatur
und akutem Nierenversagen. Die Situation war wirklich
sehr „aussichtslos”. Trotzdem gab ich dem
Besitzer einige Gaben der passenden homöopathischen
Arznei mit nach Hause, welche er der Hündin in
einigen Zeitabständen geben sollte. Am anderen
Morgen rief der Besitzer an und berichtete, dass die
Hündin noch lebe und etwas wacher wirke. Weitere
Gaben der Arznei normalisierten den Atemgeruch, welcher
tags zuvor intensiv nach Urin gerochen hatte. Im Verlauf
der Woche brauchte sie noch eine weitere Arznei, die
auch den Appetit wieder anregte. Die Hündin erholte
sich innerhalb von drei Wochen vollständig zur
Freude der ganzen Familie - ein wunderschönes Neujahrsgeschenk!
Dies ist einer der eindrücklichsten Fälle
aus meiner Tierpraxis und beweist unumstösslich
die Wirksamkeit der Homöopathie.
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Gesichtshautausschlag bei einem Cocker Spaniel
Der 10-jährige Cocker Spaniel litt seit drei Tagen
an einem ausgedehnten nässenden Hautausschlag im
Gesicht. Trotz Antibiotikatherapie zeigte sich keine
merkliche Besserung. Der Hautausschlag begann mit kleinen
Stellen an der Nase und dem Auge und war von Fieber
begleitet. Auffallend steckte er draussen sein gesamtes
Gesicht immer wieder in den Schnee. Sein Verhalten veränderte
sich, indem er nicht mehr angeschaut werden wollte und
sich versteckte. Auch in der Praxis bekam ich ihn nur
kurz zu sehen, denn sofort verkroch er sich während
der ganzen Anamnese hinter einem Blumentopf. Der Ausschlag
war nicht schmerzhaft und juckte stets beim Wechsel
von draussen nach drinnen und umgekehrt. Die Absonderung
der Haut war wässerig, durchsichtig, die Haut stark
geschwollen und gerötet. Trotz des Fiebers zeigte
der Hund Appetit, jedoch weniger Durst als sonst. Der
Hund bekam zwei Gaben des passenden Mittels an zwei
aufeinanderfolgenden Tagen. Bereits nach der zweiten
Gabe zeigte sich eine deutliche Abschwellung und ein
Rückgang der Absonderung. Sein sonderliches Verstecken
hörte sofort auf und er nahm wieder am Familienleben
teil.
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Überdrehter Zwerghase (Rammler)
Der einjährige männliche Zwerghase zeigte
ein extrem übersteigertes sexuelles Verlangen und
versuchte pausenlos, die Zwerghäsin zu besteigen.
Dadurch wirkte der Hase extrem gestresst und getrieben;
ebenso litt die Zwerghäsin unter der ständigen
Belästigung. Die Besitzerin beschrieb den Hasen
als sensibel, verschmust, frech, keine Angst vor Fremden,
hinterlistig, Furcht bei stürmischem Wetter, bei
Vollmond Verschlimmerung der Symptome und er liege gerne
an der Sonne. Bereits das erste homöopathische
Mittel in mehreren Gaben bewirkte eine absolute Normalisierung
des Verhaltens.
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